BMW G650GS Sertao Supermoto & Enduro

Kurven . Enduro
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Die Suche nach dem Perpetuum mobile findet hiermit hoffentlich ein Ende. Das Objekt der Begierde stellt ein möglichst leichtes Motorrad dar, welches den Spagat zwischen Endurowandern und dem Abspulen einiger Autobahnkilometer unter den Motor bekommt. Weiterhin soll es möglich sein, mit zwei Radsätzen zu hantieren. Legal natürlich! Ein Radsatz fürs Grobe mit zwingend 21 Zoll vorne für die unbefestigten Pisten der Welt und ein Radsatz für die asphaltierte Kurvenhatz müssen realisierbar sein. An Leistung sollten in etwa 50 PS in dem Zylinder stecken. Das Gewicht darf die 200 Kilogramm Schallmauer nicht durchbrechen und ein ABS muss an Bord sein. Je leichter, umso besser! Eine KTM 690 ist bereits durch das Raster der Fahndung gefallen. Dieser Eintopf muss die Position des Tankdeckels aus Sicht der Reisegemeinde noch einmal kritisch unter die Lupe nehmen. Die weitere Wahl fällt auf die von BMW gebaute Husqvarna TR 650 Terra. Diese bietet alle gewünschten Optionen und mit 58PS genügend Leistung. Selbst das Gewicht steht nicht im Abseits der orangenen Macht. Leider wird das Motorrad nicht mehr produziert – schade! Die Infos zur Austauschbarkeit der Räder zwischen der Terra und der Strada ergeben gegensächliche Aussagen. Daher verlaufen die Spuren der weiteren Recherche im Sande.
So fällt die Wahl auf den Nachfolger der legendären BMW F650GS Dakar, welche nun auf den Namen G650GS Sertao hört. Ein Blick auf die Radnaben verrät: Diese tragen die identischen eingegossenen Ersatzteilnummern. Ein Gutachten für den Einbau von 17 Zoll Behrfelgen vorn und hinten existiert auch. Eine absichernde Nachfrage bei der amtlichen Abnahmeorganisation bestätigt den Plan und setzt so den Startschuss für den Umbau einer Sertao zur Supermoto. Die Suche nach den benötigten Radnaben gestaltet sich als Punktlandung. Nach einer halben Weltreise sind nur noch die Radnaben der Dakar Laufräder zu gebrauchen. Die Felgen sind ein Fall für die Wertstoffentsorgung. Für kleines Geld wechseln diese dann den Besitzer. Sie werden frisch aufpoliert und drehen sich nun wieder auf der Reise durch die weite Welt.
Ein Vergleich mit den Sertao Radnaben bringt jedoch eine kleine Veränderung zu Tage. Die Stege, in die die Dämpfungsgummis für den Kettenradträger eingeklemmt werden, sind um einen Millimeter stärker geworden.

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Nabe schmaler Steg .  Nabe breiter Steg

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Da helfen zurechtgeschnittene Blechplättchen weiter, welche mit eingesteckt werden. Schon ist das Spiel des Ruckdämpfers beseitigt. Zur Sicherheit wird die Freigängigkeit im eingebauten Zustand überprüft.
hinten Nabe eingebaut .  vorn Nabe eingebaut

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Auch der Abstand der ABS Sensoren wird zur Sicherheit gesichtet und anschließend die Radnaben zum Einspeichen gegeben. Nun tragen diese Behrfelgen in der Größe 17 x 3,5 und 17 x 4,5 und werden von Michelin Sport Reifen in den Dimensionen 120/70 ZR 17 sowie 160 / 60 ZR 17 schwarz umrandet. Eingebaut, abschließend der amtlichen Prüforganisation vorgestellt, die Papiere berichtigt und: Eintopf schmeckt so gut!

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Sumo - klein

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